Wie in den meisten Ländern sind auch in Deutschland die Immobilienpreise in den vergangenen Jahren gestiegen. Daraus ergibt sich die Frage, ob sich diese Entwicklung weiterhin fortsetzen kann. Die DZ Bank, eine der größten Banken Deutschlands, hat es gewagt, eine Prognose für das Jahr 2022 abzugeben.
Prognose zur Entwicklung der Immobilienpreise 2022
Die DZ Bank geht davon aus, dass die Immobilienpreise auch im Jahr 2022 weiter steigen werden, allerdings nicht mehr so stark wie in den Vorjahren. Während der Preisanstieg für 2021 noch auf rund 11 % geschätzt wird, liegt die Erwartung für 2022 zwischen 7,5 % und 9,5 %.
Natürlich spielen dabei mehrere Faktoren eine Rolle, die den Preisanstieg bremsen können. So hat die Regierung beschlossen, jährlich 400.000 neue Wohnungen zu bauen. Dadurch sinkt die Nachfrage nach Bestandsimmobilien und somit auch die Knappheit auf dem Immobilienmarkt. Zudem könnte sich die Praxis der Kreditgeber ändern, indem sie künftig stärker den aktuellen Objektwert anstatt des teilweise 10 bis 30 % höheren Marktwertes zugrunde legen. Auch dies könnte einen dämpfenden Effekt auf die Preisentwicklung haben.
Explosiv steigende Nachfrage nach Immobilien in großen deutschen Skigebieten
Infolge der Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach Immobilien in den größten deutschen Skigebieten wie Garmisch-Partenkirchen, Feldberg, Oberstdorf und Winterberg seit Anfang 2020 explosionsartig gestiegen. Durch Lockdowns und Reisebeschränkungen ist der Traum von einer eigenen Immobilie in einem deutschen Erholungsgebiet für viele Menschen deutlich attraktiver geworden.
Zwischen Mai und Juli 2021 stieg die Anzahl der Kontaktanfragen für angebotene Immobilien durchschnittlich um 68 %. Dieser Nachfrageanstieg führte selbstverständlich auch zu steigenden Preisen. Den stärksten Preisanstieg verzeichnete Winterberg, wo bei einzelnen Objekten Preissteigerungen von bis zu 47 % zu beobachten waren.